Steigende Anleiherenditen in den USA, Unsicherheiten um den chinesischen Immobilienentwickler „Evergrande“, wachsende Inflation durch anhaltende Engpässe in Lieferketten und eine anstehende Verknappung der US-Geldmenge durch „Tapering“ haben die Volatilität an den Börsen ansteigen lassen. Das bekannteste „Barometer der Angst“, der „Chicago Board Options Exchange Volatility Index“, genannt VIX, ist seit dem 1. September 2021 von 16 auf zwischenzeitlich über 25 Punkte gestiegen. Der zunehmenden Verunsicherung zum Trotz haben die Aktienmärkte bisher kaum korrigiert. Die letzte Korrektur, die einen Rückgang von mindestens 5 Prozentpunkten mit sich brachte, liegt im S&P 500 schon mehr als sieben Monate zurück.

Die bisherige Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte treibt bei vielen Marktteilnehmern Sorgenfalten auf die Stirn. Die Furcht vor einer ausgeprägten Korrektur steigt mit den zunehmenden Verwerfungen auf dem chinesischen Immobilienmarkt und den weltweiten Lieferengpässen, die globale Wirtschaftswachstum verlangsamen. Mit einer anhaltend hohen Inflation geht das Schreckgespenst der „Stagflation“ einher. Zusätzlich haben FED-Chef Jerome Powell und Finanzministerin Yellen vor „katastrophalen Folgen“ gewarnt, sollte die Schuldenobergrenze in den USA nicht bis zum 18. Oktober 2021 angehoben werden.

Noch befinden sich die Aktienmärkte im „schnellsten“ Bullenmarkt der Geschichte. Noch nie konnte sich der S&P 500 in einer solchen Rekordzeit von seinen Tiefständen erholen und mehr als verdoppeln. Da die Börse bekanntlich keine Einbahnstraße ist und die Aktienmärkte auf eine anstehende Reduzierung der einmaligen Liquiditätsflut nicht positiv reagieren dürften, ist eine ausgeprägte Korrektur nicht ausgeschlossen. Angst muss man vor potenziellen Kursrückgängen allerdings nicht haben. GANÉ ist gerüstet.

Der strategische Einsatz von Liquidität erlaubt es, Kursrückgänge nicht als Gefahr, sondern als Chance zu begreifen. Antizyklisch kann ein vorgehaltener Cash-Bestand im Portfolio dann zum Arbeiten gebracht werden, wenn ein Abverkauf an den Börsen stattfindet. Zuletzt konnte ein solches Vorgehen im März 2020, zum Höhepunkt der Panik im Zuge der Corona-Krise, erfolgreich umgesetzt werden. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine breite „Buy-the-Dip-Strategie“ – ein solche konnte seit dem Jahr 1990 nach Korrekturen von mindestens zehn Prozent nur unterdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Es geht vielmehr um den gezielten Kauf von langfristigen Gewinnerunternehmen zu attraktiven Preisen. Die Opportunitätskosten fehlender Liquidität können nach einem Crash sehr hoch sein. Eine tiefgehende Fundamentalanalyse erlaubt die Auswahl von Unternehmen mit starkem Cash-Flow und überdurchschnittlich hoher Rohertragsmarge. Fallen auch solche qualitativ hochwertigen Unternehmen im Zuge einer breiten Korrektur, ergeben sich langfristige sehr attraktive Chancen. Auf solche Gelegenheiten ist der ACATIS GANÉ Value Event Fonds mit einer Liquiditätsquote von 25 Prozent gut vorbereitet.

Autor:
Marcus Huettinger Kapitalmarktstratege
Schließen